Berufsausbildung fördern

Südafrika hat eine der höchsten Arbeitslosenquoten der Welt. Tatsächlich haben 70 Prozent der Schwarzafrikaner*innen keine Arbeit. Oftmals gehen die Jugendlichen von der Schule ab, weil sie sich die Gebühren für die Berufsschulen oder Universitäten nicht leisten können. Andere müssen ihre Familien unterstützen und suchen sich deswegen eine Arbeit wie das Verkaufen von Früchten auf den Straßen, um schnell an Geld zu kommen. Aus diesem Grund mangelt es vielen an Grundfertigkeiten, die nötig sind, um einen Beruf auszuüben.

Um den Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt eine Perspektive zu geben, bietet die Diözese von Aliwal North mit Unterstützung von Kinder für Kinder e.V. verschiedene Workshops an, die ihnen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern sollen. Auch auf der Farm Mount Camel bietet die Diözese diese Workshops an.

In den Städten Sterkspruit und Aliwal North werden mit unseren Spendengeldern Berufsschulen (das Ikhala TVET College in Sterkspruit und das Ikhala Public FET College in Aliwal North) unterstützt. In den Berufsschulen erlernen die Jugendlichen Holz- und Metallbearbeitung, Hauswirtschaft, Service, aber auch den Umgang mit Computerprogrammen. Wir helfen dabei, dass sich Jugendliche die Aufnahmegebühr für das College leisten können und nach erfolgreicher Ausbildung ein Zeugnis in den Händen halten. Auch übernimmt Kinder für Kinder e.V. für Jugendliche mit besonders weiten Wegen die Fahrtkosten und unterstützt bisweilen auch bei den Materialkosten.

ERFOLGE

 

Durch unseren Einsatz hatten in den letzten vier Jahren ca. 1.500 Jugendliche die Chance, verschiedene berufliche Fähigkeiten zu erlernen. Sie erhielten ein College-Zertifikat und konnten damit in die Großstädte ziehen, um dort Arbeit zu finden. Andere eröffneten ihr eigenes kleines, einkommenschaffendes Unternehmen. Dies bedeutet für die Jugendlichen einen ersten Schritt raus aus der Armut hin zu einer stabileren und unabhängigeren Lebenssituation.

Etwas mit den eigenen Händen zu schaffen, gibt den Jugendlichen zudem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und vermittelt auch das Gefühl: Ich kann etwas, ich werde gebraucht. Sie können ihre eigenen Produkte verkaufen und damit auch ihre Familien unterstützen. So hilft auch hier der Kinder für Kinder e.V., sie auf das Arbeitsleben vorzubereiten und gibt ihnen die Chance auf ein besseres Leben.

Ausbildungsprojekte heute.

  • Holzbau und Zimmerei

    Wenn die Jugendlichen die Prüfung im Holzbau und der Zimmerei erfolgreich abgeschlossen haben, können sie Holz bearbeiten und veredeln. Sie sind befähigt, neue und nützliche Dinge wie Schränke, Tische und Stühle zu bauen, die in jedem Haushalt und anderen EInrichtungen benötigt werden. Mit diesen Fähigkeiten haben sie eine zuverlässige Quelle, um ein stabiles Einkommen zu erzielen.

  • Metallarbeiten und Schweißen

    Dieser Kurs vermittelt Fertigkeiten in der Metallverarbeitung. Kinder für Kinder e.V. eröffnet den Jugendlichen die Möglichkeit, eine Stelle in der Industrie aufzunehmen.

  • Computerkenntnisse

    Neben den handwerklichen Ausbildungen werden die Jugendlichen auch in Computerkenntnissen geschult. Nachdem sich die Auszubildenden mit dem Computer und seiner Ausstattung auseinandergesetzt haben, lernen sie Programme wie Word, Excel und PowerPoint kennen, die im Arbeitsleben eine wichtige Komponente darstellen. Neben den Fähigkeiten für das Berufsleben ermöglichen Computerkenntnisse auch selbstständiges Arbeiten an einem College. Die Diözese ist u.a. eine private Partnerschaft mit dem Ikhala College eingegangen, um den Jugendlichen eine weiterreichende Bildung über die Workshops hinaus bieten zu können.

  • Maurerarbeiten & Klempnerei

    Das Maurerhandwerk ist eine Grundfertigkeit, die einen immensen Einfluss auf das tägliche Leben der jungen Menschen hat. Sie bietet vielfältige Möglichkeiten bei der Jobsuche.

    Gleiches gilt für die Klempnerei. Auch heutzutage verfügen viele Haushalte in Südafrika, insbesondere in den ländlichen und armen Gebieten Südafrikas, immer noch kein fließend Wasser und die Toiletten sind oftmals kleine Kabinen im Hinterhof. Der Bedarf an Klempner*innen wird in der Zukunft weiter steigen, weshalb die Auszubildenden in diesem Gewerbe gute Berufsaussichten haben.